Karuizawa
Karuizawa war im Jahre 1955 ein Weingut, als der derzeitige Eigner Daikoku-budoshu beschloss, seinen Beitrag zur japanischen Whiskyindustrie zu leisten. Diese steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. Die Destillerie wurde am Fuße des aktiven Vulkans Asama gebaut. 1962 fusionierte sie mit dem jetzigen Eigner, Mercian.

Die Anlagen sind klein und das Ziel ist, auch eine Produktion in kleinem Stil zu unterhalten, die ausschließlich qualitativ hochwertige Whiskys kreiert. Karuizawa nutzt zu 100% Golden- Promise-Gerste, hölzerne Gärbottiche, kleine Brennblasen und Sherryfässer aus Spanien. Dies ist vielleicht die teuerste Möglichkeit Whisky zu produzieren.

Die Whiskys von Karuizawa sind vom Stil her vielleicht die schottischsten in Japan, sie haben trotzdem einen eigenständigen Charakter. Das Wasser ist durch Lava gefiltert und die Destillerie erfährt sehr kalte Winter und heiße Sommer. Diese klimatischen Bedingungen ergeben ein ganz eigenes Reifungsprofil.

Die Whiskys haben in Japan eine eingeschworene Fangemeinde, nun kann man sie auch in Europa genießen.